4 Gründe, warum Sie den Adobe Flash-Player entfernen sollten

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In seinen besten Tagen war Flash der Inbegriff innovativer Websitegestaltungen. Doch diese Zeiten sind schon lange vorbei. Webseiten, die praktisch komplett mit Flash erstellt wurden, sind mittlerweile dunkle Vergangenheit. SEO war der erste grosse Schlag. Doch nicht nur Suchmaschinen haben Problem mit Flash. Insbesondere die berühmt berüchtigten Sicherheitslücken des Flash-Players bringen selbst eingefleischte Fans zum Verzweifeln. Apple hat daher bereits 2010 begonnen, den Flash-Player von seinen Geräten zu verbannen. Lediglich im Bereich der animierten Header, Banner, Browsergames und auf Videoportale findet Flash derzeit noch seine Nischen. Doch auch deren Tage scheinen gezählt. Hier vier Gründe, warum Sie den Flash-Player schnellstmöglich von Ihrem System entfernen sollten.

1. Schluss mit Sicherheitslücken

Kaum eine Woche, in der nicht eine neue (kritische) Sicherheitslücke von Flash auftaucht. Regelmässig folgt darauf ein Aufruf, den Flash-Player bitte solange zu deaktivieren, bis ein neues Sicherheitsupdate verfügbar ist. Doch wer hat noch lange Lust auf solch eine On-Off-Beziehung. So lieb und vertraut einem die fantastischen Möglichkeiten von Flashanimationen auch sein mögen: ein schnelles Ende mit einem kurzen Schmerz erscheint deutlich besser, als das fortgesetzte Leiden unter einem nicht enden wollenden Strom permanenter Updates.

2. Keine lästigen Flash-Updates

Apropos Updates. Denn gerade die Updates sind es, mit denen der Flash-Player unsere Boot- und Shut-Down-Vorgänge unnötig in die Länge zieht. Und dabei ist oftmals noch nicht einmal sicher, dass Flash-Player-Updates zu einem erfolgreichen Ende kommen. Wie oft musste ich beim Booten einem Flash-Player-Update beiwohnen, das sich (für mich leider unerkennbar) zwischenzeitlich aufgehängt hatte.

3. Deutlich schnellere Boot-Prozesse

Rechnen Sie einfach mal die Zeiten, die Ihnen Flash-Player-Updates während der vergangen 12 Monate gekostet haben, zusammen, so ginge das in die Stunden. Wie viel Zeit hätte Sie durch schnellere Boot-Vorgänge sparen können?

4. Es gibt sicherere Alternativen

Einige der grössten Videoportale wie zum Beispiel YouTube, Vimeo uvm. beginnen Flash den Rücken zu kehren und nutzen bereits die sehr viel sicherere Alternative HTML 5. HTML5 bietet Ihnen praktisch ebenso viele Möglichkeiten, um Animationen, animierte Grafiken, Filme, Trickfilme uvm. zu erstellen, wie Flash. Auch interaktive Funktionen, bei denen der Nutzer per Mouse oder über die Tastatur aktiv werden kann, sind möglich, wie Sie beispielsweise im Artikel 48 Potential Flash-Killing Demos sehen können.

Und das Beste: Für die Wiedergabe von HTML 5 benötigen Sie keine speziellen Programme, Plug-Ins oder Erweiterungsmodule. HTML5-Dateien können von jedem aktuellen Browser interpretiert werden, der HTML5 unterstützt. Welchen Grund gibt es, um am Flash-Player festzuhalten.

Mozilla hat seinen aktuellen Firefox-Browser Nightly bereits mit dem Flash-Player-Ersatz Shumway ausgestattet, mit dem Flash-Inhalte auch ohne Flashplayer wiedergegeben werden können.

Aber es gibt noch weitere Alternativen für die Wiedergabe von Flashinhalten. Zum Beispiel die beiden Open-Source-Programme Gnash – bei einzelnen Flash-Versionen kann es mit Gnash unter Umständen leider zu Problemen der Wiedergabe kommen (Mehr Informationen zu Gnash) und Lightspark, eine freie Implementierung von Adobe Flash, die bisher jedoch nur die Browser Firefox, Chromium und Google Chrome unterstützt.

So können Sie den Flash-Player entfernen

Wer Flash von seinem Rechner verbannen möchte, hat es nicht ganz einfach, denn Browser-Plug-Ins und auch zahlreiche Programme können Flash enthalten. Erfreulicherweise stellt Adobe selber eine Hilfe zur Deinstallation des Flash Players zur Verfügung.

Einzelne Plug-Ins oder Erweiterungsmodule müssen gegebenenfalls anschliessend noch manuell entfernt werden.

Der Lohn: Da Flash-Player als echter „Energie“ und „Hardwarefresser“ bekannt ist, werden sich insbesondere Benutzer von Notebooks und Netbooks ohne Flash-Player über längere Laufzeiten freuen können.


 

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Kommentare (1)

  1. Flash hat definitiv ausgedient. Leider haben aber viele grosse Websites es für ihre Dienste noch nicht geschafft eine alternative zu bieten. Beispielsweise Google Finance, oder die Videoplattform von 20min. Doch mit dem eingeläuteten Ende des Flashplayers dürfte dies hoffentlich bald geschehen.