So einfach können Sie mit Plesk PHP-Direktiven erstellen

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Titelmotiv: PHP-Direktiven mit Plesk erstellen

Die zentrale Konfigurationsdatei für PHP ist die php.ini. Über die in der PHP-INI-Datei hinterlegten Einträge lässt sich festgelegen, welchen Einstellungen ausgeführt werden bzw. ob – und wenn ja welche – Erweiterung geladen werden. Durch die Konfiguration der PHP-INI können Sie Verhalten von Skripten entscheidend beeinflussen. Sie können Inkompatibilitäten „reparieren“, individuelle Sicherheitspräferenzen festlegen, feste Up- und Download-Größen bestimmen, Fehlermeldungen beim Abruf der Seite anzeigen lassen uvm. Ab Plesk Version 11 können Sie PHP-Direktiven aber auch direkt und komfortabel mittels FastCGI über die Administrationsoberfläche Plesk vorzunehmen.

Die PHP-INI

Die Konfigurationsdatei PHP-INI wird jeweils beim Start von PHP eingelesen und auch bei jedem Aufruf eines PHP-Skriptes geladen. Durch die Einträge, die in dieser Datei hinterlegten werden, können Sie zentral festlegen, welche Einstellungen ausgeführt bzw. nicht ausgeführt werden oder welche Erweiterung geladen bzw. nicht geladen werden sollen. Die Konfigurationsdatei PHP-INI ist sehr einfach aufgebaut.

Eine PHP-Direktive besteht in der Regel aus einem Kommando gefolgt von einem = (Gleichheitszeichen) sowie einem Wert, der idealerweise zwischen „“ (Anführungsstriche) gestellt wird. Zum Beispiel die Direktive Fehlermeldungen nicht anzeigen:

display_errors= “off”

PHP-Direktiven ändern

Um eine PHP-Directive zu ändern, brauchen Sie meist nur den entsprechenden Wert umzustellen. Grundsätzlichen gibt es positive („on“), negative („off“) und neutrale Werte („none“).
Für diese Werte können allerdings auch alternative Bezeichnungen gewählt werden:
Statt „on“ können Sie alternativ auch “true”, “yes” oder einfach “1” schreiben.

display_errors = “on”
display_errors = “true”
display_errors = “yes”
display_errors = “1”

Statt „off“ können Sie alternativ auch “false”, “no” oder einfach “0” schreiben.

display_errors = “off”
display_errors = “false”
display_errors = “no”
display_errors = “0”

Statt „none“ können Sie alternativ auch „“, none, „none“ schreiben oder den Wert einfach nicht bestimmen.

display_errors = “none”
display_errors = none
display_errors =
display_errors = “”

Unabhängig von der Schreibweise haben die Werte jedoch alle die gleiche Auswirkung. Es handelt sich also um reine Varianten.

Wenn Sie Limits z.B. für den PHP-Anwendungen zur Verfügung stehenden Speicherplatz oder Up- und Download-Grenzen etc. definieren wollen, können Sie dies einfach über die Angabe des entsprechenden Werts tun. Ein reiner Zahlenwert entspricht in diesem Fall der Angabe von Bytes. Um die Zahlenwerte übersichtlicher zu halten, können Sie aber auch folgende Abkürzungen verwenden „K“ für Kilobytes, „M“ für Megabytes und „G“ für Gigabytes.

(Angabe in Bytes) memory_limit = “1000000000”
(Angabe in Kilobytes) memory_limit = “1000000K”
(Angabe in Megabytes) memory_limit = “1000M”
(Angabe in Gigabytes) memory_limit = “1G”

Soll es keine Obergrenze geben (unbegrenzt), verwenden Sie bitte den Wert „-1″.

Möchten Sie eine zeitliche Begrenzung z.B. für Ladezeiten oder die maximale Laufzeit eines PHP-Skripts vornehmen, geben Sie einfach den entsprechenden Zahlenwert an – die Zeitangabe wird in Sekunden bemessen.

max_input_time = “30”

PHP-Direktiven über die Kommandozeile oder über Plesk FastCGI

Selbstverständlich können Sie PHP-Direktiven manuell über die Kommandozeile Ihres Servers vornehmen oder die Einträge in der PHP.INI über einen Editor vornehmen. Eine komfortable Alternative ist jedoch Plesk-FastCGI, mit dem sich PHP-Direktiven schnell und einfach erstellen lassen.
Vorab, Plesk-FastCGI ist einer bestimmten Domain zugeordnet. Das heißt, Änderungen, die Sie mittels FastCGI vornehmen, wirken sich lediglich auf diejenigen Skripte aus, die unter der entsprechenden Domain laufen.

Loggen Sie sich zunächst in das Administrationstool Plesk ein. Wählen nun die Domain aus, für die Sie individuelle PHP-Direktiven erstellen wollen und klicken Sie dann auf In Control Panel öffnen.
Nun gelangen Sie zu den Domaindetails. Klicken Sie nun auf Hosting-Einstellungen und vergewissern Sie sich, dass unter Webskripte und Statistiken die Option PHP-Unterstützung aktiviert ist und PHP ausführen als Fast-CGI-Application eingestellt ist.

Einstellungen Webskripte und Statistiken

Bestätigen Sie nun diese Einstellung. Sie gelangen nun automatisch wieder zu Ihrer Domain. Klicken Sie nun auf PHP-Einstellungen.

Jetzt haben Sie die Möglichkeit, wichtige Direktiven in Bezug auf Leistungseinstellungen bzw. Allgemeine Einstellungen über vordefinierte Felder vorzunehmen.

Leistungseinstellungen PHP

Zum Beispiel:

Zusätzliche Anweisungen

Über das Freifeld können Sie beliebig weitere PHP-Direktiven eingeben. Anschließend brauchen Sie Ihre Änderungen nur noch mit einem Klick auf OK bestätigen.

Fazit

Wie Sie sehen, bietet Ihnen Direktiven vielfältige Möglichkeit, um die Funktion von PHP-basierten Anwendungen zu optimieren. Umgekehrt können Sie durch falsche Einstellungen natürlich auch die Ausführung von PHP-Skripten negativ beeinflussen – bis hin zum Extremfall, dass sich bestimmte Skripten nicht mehr ausführen lassen.

Seien Sie also vorsichtig und dokumentieren Sie alle Veränderungen, die Sie vornehmen, um diese bei Bedarf wieder rückgängig machen zu können.

Bildnachweis: Fotolia, Lizenz: Host Europe.


 

Veröffentlicht in: Hosting NewsTipps & Tutorials

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